EM Larnaka: Medaillenregen für unseren Skeet-Nachwuchs

EM Larnaka: Medaillenregen für unseren Skeet-Nachwuchs

Katharina Bechtel September 15, 2022 @ 12:46PM

Larnaka, CYPAm 2. September 2022 starteten die Skeet Junior*innen mit Axel Krämer, Katharina Bechtel sowie – neu an Bord – Irina Franke „unsere Physio“ zur Europameisterschaft nach Zypern. Eine Vorübernachtung im BLZ Wiesbaden sorgte dafür, dass wir „komplett“ und pünktlich zum Flughafen gebracht wurden. Es verlief auch diesmal wieder ‚Alles‘ reibungslos, Gepäck & Sportgeräte konnten problemlos einchecken und auch die Massagebank fand ihren Weg nach Zypern.

Wir hatten einen Direktflug ergattern können und so landeten wir gegen 16:10 Uhr  Ortszeit in Larnaka. Auch hier ‚Alles‘ da! Die Anmeldung/Zollkontrollen liefen ebenfalls reibungslos – damit konnten wir frohen Muts und noch Klimaanlagen geschützt unseren Transferbus aufsuchen. Die Flughafentür ging auf und da kam er der „Temperatur-Hammer“, der uns von nun an die gesamte Zeit begleiten sollte.

Der folgende Tag diente der Akklimatisierung. Wir Trainer fuhren mit einem ‚äußerst‘ geräuschintensiven Mietwagen direkt zum Stand, während unsere Junioren mit dem Shuttle folgten.
Neben der Akklimatisation standen Orientierung, Informationsaufnahme, Munitionssichtung usw. auf dem Programm. Auch hierbei stellten wir fest, es wird heiß – im wahrsten Sinne des Wortes und mit Mehrfachdeutung!
Wir trafen die Trap-Junioren die noch im Mixed-Teamwettkampf standen und uns wurde nochmals klar, es wird heiß.

Im Training zeigten sich nun die vielfältigen Herausforderungen des Standes. Wind, Sicht, ein ‚0‘ Timer, der ein wahrlich echter war, sowie die unsägliche Hitze. Die Suche nach ‚Schatten‘ war fast aussichtslos – irgendwie und irgendwo fand die zypriotische Sonne doch immer wieder ihren Weg.
Das waren nur einige der Herausforderungen, die unseren Junioren/Juniorinnen zu meistern hatten, als wir in den Einzelwettkampf starteten.

Unsere Junioren taten sich schwer. Der erste Wettkampftag schloss mit Ernüchterung sowie Selbstzweifeln. Aber das Training zeigte schon, wo Reserven liegen, die sich im Wettkampf noch potenzierten. Eine kontinuierliche Steigerung von Runde zu Runde konnte Tim Krause zeigen, welches sich mit Platz 11 / 115 im Gesamtergebnis widerspiegelte. John Kellinghaus (in seinem letzten Juniorenjahr) und Luis Lange (in seinem ersten internationalen Juniorenjahr) kämpften um jede Scheibe, gaben keine verloren. Am zweiten Tag kämpften sie sich heran, doch bildet das Ergebnis diesen Einsatz leider nicht ab. Platz 19/112 John Kellinghaus, Luis Lange Platz 45.

Unsere Juniorinnen – Isabel Wassing, Emelie Bundan und Annabella Hettmer – nahmen ebenfalls den Kampf auf. Der Wettkampf war unerbittlich inkl. einiger „eigenwilliger“ Entscheidungen der Kampfrichter, nicht aufmerksamen Seitenrichtern und den Tücken der Technik. Alles zusammen ließ auch hier manche Runden wie eine gefühlte und gestoppte Ewigkeit dauern.
Doch es zahlte sich aus. Nach beherztem Kampf, in der Qualifikation und den Ranking Matches, hatten wir mit Isabel und Emelie zwei Juniorinnen im Medal Match.

Im Ergebnis: Bronze für Emelie Bundan und Silber „Vize Europameisterin Skeet Juniorinnen“ für Isabel Wassing. Herzlichen Glückwunsch!


Was für ein ‚heißer‘ Tagesabschluss!

Für die Mixed Wettbewerbe ‚rechneten‘ wir uns aufgrund der Ergebnisse doch einiges aus, aber – wie so oft im Sport – am Ende – …. !
Unsere Paarungen Krause/Wassing und Kellinghaus/Bundan fanden leider nicht in den Wettkampf. Wir ließen insgesamt zu viele Scheiben liegen bzw. fliegen (Stand 1/7/8…). Auch hier zeigten sich sehr deutlich die individuellen Reserven und das Potenzial, welches es zukünftig zu trainieren gilt.

Und dann kam die erlösende Nachricht: Die EM-Juniorinnen fahren zur WM! Die Freude war unbeschreiblich und sollte für den folgenden Teamwettbewerb noch die eine oder andere Reserve mobilisieren.

Nach der Devise „wir wollen mehr“, wurden zum Teamwettbewerb dann sämtliche Reserven angezapft und wieder um jede einzelne Scheibe gekämpft. Jetzt zeigte sich das ‚Glück‘ auf unserer Seite: Was noch in den vergangenen Tagen misslang, und mit Fehler notiert wurde, wurde heute zu Treffern. Wir lagen gut, sehr gut sogar. In der Qualifikation erzielten Tim Krause 70/75 – John Kellinghaus 69/75 – Luis Lange 64/75. Somit waren wir im Gold Medal Match gegen Italien.

Aber nicht nur die Jungs, auch die Mädels Annabella Hettmer, Emelie Bundan und Isabel Wassing gelang der Einzug ins Gold Medal Match gegen die Slowakei.
Es sah nach Regen und Gewitter aus – schon in den vergangenen Tagen, je nach WetterApp, drohte an diesem Tag noch wettertechnisches „Ungemach“.
Das Gold Medal Match bei unseren Mädels nahm seinen Lauf, welches wir dann leider mit 4/6 verloren und am Ende mit Silber belohnt wurden.

Kurz vor dem Gold Medal Match der Junioren war es dann so weit. Der ‚Regen-Gott‘ schlug zu, ein leichtes Tröpfeln, etwas Donner und langsames Zusammenpacken – aber dann wurde es ein Wolkenbruch und aus dem langsamen Packen wurde ein recht hektisches Tischrücken usw.

Das Gold Medal Match der Jungs gegen Italien war an Spannung kaum zu überbieten, war es doch mit 5/5 ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Was nun folgte war ein Shoot Off, welcher einem Gänsehaut bescherte und schließlich NUR die „verdiente“ Silbermedaille für das Skeet Junioren Team „Krause/Kellinghaus/Lange“ – gefühlt mit einem Hauch von Gold.

EM Larnaka: Sechs Medaillen und ein Quotenplatz…

EM Larnaka: Sechs Medaillen und ein Quotenplatz…

Axel Krämer September 15, 2022 @ 10:12AM

Larnaka, CYPUnser Skeet-Team war zur Europameisterschaft in Larnaka (Zypern) gut vorbereitet, Tino Wenzel mit seinen fleißigen Helfern ermöglichte uns im Vorfeld der Wettkämpfe eine optimale Vorbereitung in Schale. Es war schon eine gewisse Anspannung zu spüren, als wir mit unseren Junioren, dem Trainer Team und unserer Physiotherapeutin nach Zypern aufgebrochen sind.

Unsere Traper waren bereits mit ihren Wettkämpfen fertig, als wir eintrafen. Aus unserer Wetter App und den Schilderungen der Kollegen wussten wir, dass uns heiße Tage bevorstanden – aber dass es so heiß wurde, hätten wir nicht gedacht.

Das Training verlief gut, aber nicht optimal – wir durften im inoffiziellen Training zwei Runden und im offiziellen drei Runden trainieren. Hier hieß es für unseren Nachwuchs die Haltepunkte zu finden, das richtige Brillenglas auszuwählen, sich auf den Wind einzustellen und sich ordentlich auf die Runden vorzubereiten. Im Training war schon zu erkennen, dass die Tschechen, Slowaken und auch die Engländer sehr gut vorbereitet waren! Aber der Geist in unserer Truppe war gut und alle warteten gespannt auf den Start der Wettkämpfe.

Unsere Juniorinnen schossen den Vogel ab, denn mit dem 2. und 3. Platz von Isabel und Emilie hatte wohl keiner gerechnet – gehofft vielleicht. Mit 108 und 106 zeigten Beide im Vorkampf ein solides Ergebnis, im Finale – den Medal Matches – zeigten sie richtige Klasse!

Unsere Jungs waren mit Tim – Platz 11 / John – Platz 19 und Luis – Platz 45 sicherlich nicht zufrieden. Das zeigten sie im Teamwettkampf sehr deutlich – 2. Platz! Auch unsere Mädels erkämpften sich bei den Medal Matches im Team den 2. Platz. Vier Medaillen (3x Silber, 1x Bronze) – der Wahnsinn!

Da lag die Latte für unseren PK Kader sehr hoch und die Zielsetzung war klar – Ein Quotenplatzgewinn!

Nadine traf 119 Scheiben und zog mit Vorsprung in die Ranking Matches ein – jedoch wird hier alles auf „NULL“ gesetzt und das Spiel beginnt von vorn. Dann folgt das Medal Match und wieder wird neu gestartet – eine absolute nervliche Höchstbelastung!
Letztendlich musste sich Nadine nur einer sehr starken Amber Hill (GBR) geschlagen geben, die hier auf der Insel letztendlich 3 Goldmedaillen erkämpfte.
Die Freude bei Nadine war riesig, als sie bemerkte dass sie nun endlich einen Quotenplatz erkämpft hat und dann auch noch den Ersten für den Deutschen Schützenbund!

Nele Wißmer traf 114 Scheiben und musste mit weiteren 5 Schützinnen in ein Shoot off um einen Finalplatz – Leider gelang ihr dies nicht, aber mit Platz 11 hat sie sich einen Startplatz bei den Europaspielen im kommenden Jahr in Wroclaw (POL) erkämpft!

Zusammen mit Christine Wenzel (113 Platz 16) erkämpfte unser Damen Team einen tollen 2. Platz!

Unsere Männer jedoch konnten bei dieser EM nicht überzeugen, startete Vincent noch mit 50 „voll“ in den Wettkampf so kam er am Ende mit 119 Treffern auf einen 23. Platz. Tilo und Moritz fanden nicht zu ihrer Form und waren weder mit der Platzierung noch mit der Leistung zufrieden.
Trotzdem heißt es weiter kämpfen, an den Schwächen arbeiten und sich in knapp 2 Wochen optimal auf die WM in Kroatien vorzubereiten.

Unser Team für die Weltmeisterschaft in Osijek (CRO) steht:

Vincent Haaga, Sven Korte, Felix Haase
Nadine Messerschmidt, Nele Wißmer, Christine Wenzel
Isabel Wassing, Emilie Bundan, Annabella Hettmer

In der kommenden Woche startet die UWV in Suhl und dann geht es direkt nach Osijek – Es bleibt also spannend!

Erste EM für die Trap Junior*innen in Larnaka

Erste EM für die Trap Junior*innen in Larnaka

Romy Gramowski und Sofia Weber September 4, 2022 @ 4:49PM

Larnaka, CYP Am Samstag den 27.08. begann die Reise für uns Junior*innen zusammen mit Karsten Bindrich in Frankfurt am Main. Mit einer Nacht Überbrückung und wenig Schlaf ging es um 6.50Uhr mit dem Flieger los nach Wien. Dort trafen wir schon auf die ersten bekannten Gesichter aus anderen Nationen, mit ihnen ging die Reise weiter und wir und all unser Gepäck kamen gut in Larnaka an.

Kaum verließen wir den Flughafen, bekamen wir eine realistische Vorstellung der Temperatur, welche uns die nächsten Tage noch zu schaffen machen sollte.
Im Hotel angekommen bezogen wir unsere schönen, großen Zimmer und sprangen kurz darauf zur Abkühlung in den Pool, von dem aus wir beim Bronze Medal Match von Paul und Katrin mit fieberten. Abends fand sich dann das ganze Trap Team zusammen.

Ab Montag konnten wir uns im Training mit den Bedingungen des Standes vertraut machen und den „Großen“ beim Finale zuschauen.
Am Mittwoch starteten dann wir in den Wettkampf, insbesondere Moritz legte mit einer Vollen Runde gut vor – uns anderen viel der Start teils schwerer, teils leichter, für fast alle von uns war es der erste große internationale Wettkampf.
Am nächsten Tag konnten wir alle nochmal nachlegen und uns weiter steigern. Trotz den nicht leichten Bedingungen kämpften wir uns alle bis zur letzten Scheibe durch. Auch hier konnte Moritz nach dreimal 22, in der letzten Serie mit einer Vollen nochmal einige Plätze aufholen. Wir fieberten alle mit, ob es wohl für das Finale reichen wird. Nachdem der Vorkampf beendet war, kam Freude auf. Moritz hat es mit 116 Scheiben ins Finale geschafft und musste lediglich ins Shoot-off für die BIP-Nummer, wodurch er als Vierter ins Finale einzog.

Von der Tribüne aus schauten wir gespannt zu, doch leider musste Moritz sich als Achter schließlich geschlagen geben. Tim- Luka, genannt „Schmidti“, belegte am Ende den 24. Platz, Marius den 30., Romy den 16. und Sofia den 17. Platz. Auch wenn wir alle nicht ganz zufrieden waren, munterten unsere Trainer, Uwe Möller und Karsten Bindrich, uns bei dem abendlichen Teammeeting wieder auf. Außerdem durfte sich Moritz über das Ticket zur WM freuen, welches er sich durch seine gute Platzierung erkämpft hatte.

Am nächsten Tag ging es weiter mit dem Mixed-Wettkampf, hier legten GER1 mit Romy und Moritz von Beginn an starke Serien hin, in der letzten kamen die Nerven hinzu, wodurch sie um den Finaleinzug, im Shoot-off gegen die Spanier, kämpfen mussten.
Alle Daumen waren gedrückt. Mit 2:0 konnten die Beiden das Shoot-off souverän für sich entscheiden, wodurch es ins zweite Bronze Medal Match gegen Italien 2 ging.
GER2 mit „Schmidti“ und Sofia machte die Hitze zu schaffen, beide hatten keinen guten Tag und landeten schlussendlich auf Platz 13.
Im Finale zählte jede Scheibe. Mehr Glück hatten hierbei die Italiener, sodass das Finale 5 zu 1 für sie ausging. Aber auch hier haben die beiden gekämpft und können stolz auf sich sein.

Samstag war dann unserer letzter richtiger Tag, an dem der Team Wettkampf von unseren Jungs noch bevor stand, da nur zwei Juniorinnen dabei waren, konnte leider kein Team gebildet werden. Man merkte uns allen an, dass die letzten Tage sehr Kräftezehrend waren.
Die Jungs zogen erneut nochmal drei Runden durch und kämpften um jede Scheibe.

Insgesamt hatten wir auf Zypern sehr schöne aber auch anstrengende und sehr heiße Tage. Wir waren ein starkes Team, welches sich Unterstütze, mit- und füreinander kämpfte. Auch abseits vom Sport waren wir eine tolle humorvolle Gruppe 🙂

Trap Frauen und Männer eröffneten die EM in Larnaca (Zypern)

Trap Frauen und Männer eröffneten die EM in Larnaca (Zypern)

Sarah Bindrich / Steve Eidekorn August 30, 2022 @ 5:33PM

Larnaca, CYPFür einige begann die Reise bereits am späten Sonntagnachmittag in Richtung Wiesbaden. Von dort aus wurden die Schützen um 4 Uhr Frühs mit dem Taxi abgeholt und zum Flughafen FFM gebracht. Glücklicherweise sind wir von dem Reisetrubel zur Ferienzeit verschont geblieben und die Gepäck-/Waffenaufgabe verlief reibungslos. Mit dem Zwischenstopp im Wien wurde das Trap Team vervollständigt. Schon hier hat man einige bekannte Gesichter anderer Nationen wiedergetroffen (CZE; SVK; SPA; …)

In Zypern angekommen, verlief auch hier die Waffenkontrolle schnell und reibungslos. Selbst all unsere Gepäckstücke wurden mitgeliefert, wobei hier schon einige ihre Bedenken hatten. Schließlich wäre das nicht das erste Mal gewesen, dass ein Koffer oder eine Waffe fehlt.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag war Training angesagt. Ein Teil des Teams war bereits im Frühjahr für zum Weltcup vor Ort und wusste ungefähr, wie der Schießstand vorzufinden ist. Natürlich war es im Frühjahr/März nicht so warm, wie jetzt im August mit 36°. Ein Dankeschön an unseren Physiotherapeuten Lewi, der uns vormittags sowohl mit gekühlten Getränken als auch mit kleinen Snacks versorgt hat und nachmittags für Physioeinheiten zur Verfügung stand.

Von Tag zu Tag konnte man immer mehr zusehen, wie sich der Stand mit anderen Nationen füllt. Das deutsche Team wurde Mittwochabend durch unsere Physiologin Nadine Athenstedt vervollständigt.

Die Wettkampftage Freitag und Samstag wurden jeweils 8:30 Uhr mit Damenrotten eröffnet, danach folgten die Männer. Wer hier gleich in den frühen Morgenstunden seine Runde auf dem Stand D (Finalstand, ohne Dach) absolvieren durfte, hatte Glück, denn am Nachmittag war es auf der Plattform unbeschreiblich heiß. Um das Gefühl ein wenig zu beschreiben: Es fühlt sich an, als würden die Schuhe dahin schmelzen und zu brennen anfangen; je mehr Wasser oben hinein gekippt wurde, desto mehr hat der Körper geschwitzt, während man vergebens auf eine leichte Windböe gewartet hat.

Nichtsdestotrotz hat das deutsche Team sein Bestes gegeben.

Unser Steve hat am ersten Tag souveräne 72 von 75 angeschossen. Am 2. Tag startete er mit einer 24. Leider war seine letzte Runde in der Mittagszeit auf Stand D, von dem er mit einer hart erkämpften 22 /25 ging. (118 von 125). Finaleingang lag hier bei 119. Paul und Andy erkämpften sich mit 117 sowie mit 115 Scheiben die Ränge 23 und 39.

Bei den Trap Damen lag der Finaleinzug bei 116 getroffenen Scheiben. Hier wurde Kathrin Murche mit 113 Scheiben beste deutsche Dame. Insofern besonders, da sie damit einen Quotenplatz für die in Polen stattfindenden European Games 2023 errang. Katrin und Sarah wurden Platz 25 und 29.

Am Sonntag startete für Germany1 Murche mit Löw und für Germany2 Quooß + Pigorsch im Trap Mixed Team. Hier errang unser Germany2 einen hart erkämpften 4. Platz. Abends, zur Teambesprechung durften wir unsere JuniorInnen mit Trainer Karsten Bindrich begrüßen.
Am Montag fand der letzte Wettbewerb für unseren PK-Kader statt, das Trap Team Damen / Herren Event. Hier errangen sowohl unsere Damen, als auch unsere Herren nach Finalteilnahme leider nur den 4. Platz.

Vielleicht haben unsere Junior*Innen mehr Glück, wir drücken Euch die Daumen.

Für 80 Nachwuchsschützen war Berlin eine Reise Wert

Für 80 Nachwuchsschützen war Berlin eine Reise Wert

Michael Eck August 13, 2022 @ 11:38AM

Berlin, GERÜber 80 Nachwuchsschützinnen und Nachwuchsschützen trafen sich bei tollem Wetter zum Finale der diesjährigen RWS-Jugendverbandsrunde beim SC Diana Berlin in Hoppegarten. Die Berliner waren gut vorbereitet und sorgten mit dafür, dass die Wettkämpfe störungsfrei abgewickelt werden konnten. Gleich acht Finale fanden am Sonntag ab 12:00 Uhr parallel auf vier Ständen statt. RWS hatte auch in diesem Jahr das Finale mit insgesamt 8000 Schuss Rottweil-Munition unterstützt. Auch die begehrten Pins, Sonnenbrillen und Kugelschreiber der Deutschen Schützenjugend fanden reißenden Absatz. Bundesjugendsprecher Henrik Quast war nach eigenen Worten begeistert von den Leistungen und konnte ab 14:00 Uhr den Siegern und Platzierten die Medaillen umhängen.

Gleich zwei Schülerrotten in den beiden Disziplinen Trap und Skeet waren am Start was zeigt, dass die Flintenschützen einigermaßen gut durch die Corona-Pandemie kamen und die ganz jungen Nachwuchsschützen für größere Aufgaben zur Verfügung stehen. Auch zur DM in München sind jeweils 12 Schüler zugelassen. Im Trap siegte Cedrik Härter mit starken 23 Scheiben vom Brandenburgischen Schützenverband. Silber ging an Henry John vom Thüringischen Schützenverband und Josephiene Schwenzfeier mit 19 Scheiben, die für den Schützenverband Berlin-Brandenburg an den Start ging. Im Skeet kam es zum Stechen zwischen Mathes Schnieders (WF) und Tobias Hannecke (BR) die beide 20 Scheiben trafen. Die Goldmedaille ging mit 1:0 an den Westfalen. Bronze holte sich mit 19 Scheiben Tobias Wenzel, der ebenfalls für den WSB startete.

Bei der gemischten Klasse der Jugendlichen kam es ebenfalls zum Stechen um den Titel. Im Trap trafen Marek Reinhold (Brandenburg) und Vincent-Benedikt John (Berlin) bei 28 Scheiben. Mit 2:1 ging die Goldmedaille nach Brandenburg. Bronze gewann Dustin Schertler, der ebenfalls für Berlin antrat und 22 Scheiben traf. Zu einem Hessischen Doppelsieg kam es im Skeet. Luise Middel gewann mit starken 46 Scheiben vor ihrem Teamkollegen Vladislav Poddubskiy der 41 Scheiben traf. Bronze ging mit 29 Scheiben durch Jan Erik Hanken an den Westfälischen Schützenbund.

Die Klasse der Trapjunioren gewann mit 40 Scheiben Michel Albrecht für den Westfälischen Verband. Silber und Bronze holten sich die Brandenburger Lucas Racko (36 Scheiben) und Leonard Wolf (27 Scheiben). Die Goldmedaille im Skeet ging an Hagen Wedekind vom Niedersächsischen Schützenverband, der 49 Scheiben traf. Bruno Deutsch (Sachsen) holte sich mit nur drei Scheiben weniger die Silbermedaille. Bronze gewann Stefan Wolff mit 32 Scheiben für die Brandenburger.

Die gemeinsame Wertung von NK1 und NK2 gewann im Trap Tim-Luka Schmidt für Mecklenburg-Vorpommern mit 42 Scheiben. Silber gewann Moritz John mit 36 Scheiben für den Thüringischen Schützenbund, Bronze ging durch Alexander Engeln mit 28 Scheiben nach Sachsen-Anhalt. John Kellinghaus (WF) gewann überlegen die Skeetwertung mit 51 Scheiben. Silber und Bronze gingen mit 46 bzw. 42 Scheiben an die Geschwister Rene und Emilie Bundan, die ebenfalls dem Westfälischen Schützenbund angehören.

Der Wanderpokal des Förderkreises Wurfscheibe ging im Trap, wie bereits in den beiden Vorjahren mit 343 Punkten (Bewertung aus Teilnahme und Platzierungen) an den Brandenburgischen Schützenverband. Platz zwei belegte mit 168 Punkten der Schützenverband Berlin-Brandenburg. Platz drei ging mit 146 Punkten an den Westfälischen Schützenbund. Dieser gewann auch die Wertung der Skeetschützen mit 197 Punkten vor Brandenburg mit 162 Punkten und Niedersachsen, die auf 84 Punkte kamen.

IJSC Orimattila oder auch… ab in die „Butnik“!

IJSC Orimattila oder auch… ab in die „Butnik“!

Katharina Bechtel August 1, 2022 @ 7:52PM

Orimattila, FINAm 19.07 startete eine kleine Skeet-Delegation in das Abenteuer Orimattila (Finnland) zum Internationalen Junior Shotgun Cup, während sich die nominierte EM-Mannschaft in Vorbereitung zum IJSC Porpetto befand, um weitere internationale Erfahrung zu sammeln. Trotz aktuellen Berichten von chaotischen Zuständen an deutschen Flughäfen, verpassten Fliegern, stundenlangem Anstehen bei den Sicherheitskontrollen usw. verlief bei uns Fünf‚ alles reibungslos. Einchecken der Waffen, Sicherheitskontrolle im Schnelldurchlauf, außer meine Mouse, die besonderes Interesse weckte, keinerlei Vorkommnisse.

Auch in Helsinki, wo wir sicher landeten, keine Besonderheiten: Koffer da, Sportgepäck da! Ach ja der Zoll, ein kurzes:… möchten Sie etwas sehen? Wo kommt ihr her? Frankfurt!  …Skeet oder Trap? Skeet! …dann viel Erfolg. Wir waren durch.

Ein kurzer Orientierungsmarsch zum Leihwagen, Übernahme und los ging es 125 km grob in Richtung Norden. Es ging in Richtung Lahti, dann rechts ab und da waren wir in unserer Unterkunft „Pajulahti Olympic Training Center“ – gefühlt in der „Butnik“ & doch nur 30 Minuten von Lahti und dem Schießstand entfernt.

Der nächste Tag stand unter dem Zeichen „ab geht es zum Schießstand nach Orimattila (OSU)“. Ein Navigator wurde bestimmt, das Ziel eingegeben und los. Sobald wir die Kleinstadt Nastola verließen, war sie da, die finnische Landschaft und das ist „nichts“! Wald, Wiesen, Felder, Straßen, sowie ab und an ein Haus. Gewöhnungsbedürftig und verleitet auch dazu, ab und an mal eine Ausfahrt zu verpassen.
Die herzliche und freundschaftliche Begrüßung sei hier hervorzuheben, nichts war unmöglich, alles war gut vorbereitet, die MultiPull-Anlage lief, auch für Skeet (es sei mir ein kleines Schmunzeln gegönnt)! Somit starteten wir überdacht, bei sommerlichen Temperaturen unser erstes freies Training. Hier galt es, den Hintergrund aufzunehmen, Haltepunkte zu finden und – ja der Wind – ich nenne es mal spannend – und erst einmal anzukommen. Die Gesamtentspanntheit zeigte sich auch hier. Es lief gut & ordentlich. Für den Trainer vor Ort immer eine Herausforderung, die Athleten besser kennenzulernen, die Eigenheiten, die unterschiedlichsten Herangehensweisen an Herausforderungen, die Selbsteinschätzungen usw. Hier der herzlichste Dank an meine Trainerkollegen die Max, Rene, Hannah & Luise so gut für ihren Einsatz beim IJSC in Orimattila vorbereitet haben.
Im Anschluss klärten wir organisatorisches für das offizielle Training und den Wettkampf. Mein französischer sowie schwedischer Trainerkollegen wurde ebenso wie ich als Jury berufen, es lief vieles in Personalunion und doch absolut reibungslos, respektvoll und herzlich. Unsere Athleten knüpften Kontakte zu allen Seiten, ein herrliches ‚Kaudawelsch‘ mit der Erkenntnis, es war richtig das wir da waren und unser Land, den Deutschen Schützenbund e.V. und den Förderkreis Wurfscheibe repräsentieren durften.

Ja, es ist richtig, es war ein kleines Teilnehmerfeld, gerade im Skeet, doch an den Ergebnissen lässt sich erkennen, es wurden hohe Ergebnisse im Vorkampf geschossen, die Finals hatten es in sich und für unsere vier Athleten waren es die ersten ‚internationalen Finalteilnahmen‘. Es wurde gekämpft, nicht eine Scheibe geschenkt – und ja, es zeigte sich, wo noch Reserven liegen! Wir waren mit Abstand das jüngste Team (14, 16, 16 sowie Rene Bundan mit knapp 20).

Der Finaleinzug lag bei 116 Scheiben. Rene und Max mit je 117 zogen sicher ein. Peter Jürisson EST gewann den Vorkampf mit 123 getroffenen Scheiben. Nach den Semifinals war leider für Rene Schluss, Max aber erkämpfte sich die Finalteilnahme und wurde am Ende 4ter.

Hier die Ergebnisse!

Hannah und Luise kämpften parallel – ich schreibe es bewusst, da sich bei vier Teilnehmerinnen vielleicht einschleichen könnte, na ja die Zwei sind ja eh im Finale. Hier zeigte sich aber sehr genau, worum es ging: zu zeigen was möglich ist. Vallioniem Nea (23) führte den Vorkampf an mit 113 Scheiben und schoss ‚Finnischen Rekord‘. Doch in einem spannenden Finale wollte es Hannah Middel wissen, sie wollte die Medaille und war absolut auf Goldkurs.

Aber dann: bei Luise Middel auf Stand 4 ein Waffenfehler. Unterbrechung und ungläubiges Staunen – ich habe es so noch nicht gesehen, hatte wir doch dann auf einmal zwei Teile! Kurz, Hannah stellte ihrer Schwester die Flinte zur Verfügung, mit Tränen der Enttäuschung in den Augen wurde Stand 4 beschossen. Es wurde Platz 4. Mit einem Vorkampfergebnis von 108 Scheiben kann sie aber sehr zufrieden sein.

Hannah holte sich Gold! mit dem ‚Golden Hit‘:

Bis zur Siegerehrung hatten wir nun viel zu tun, das Schwedische Team half und begab sich mit uns auf Fehlersuche… Systembilder wurden gesucht, gerüttelt und geschüttelt, Bilder in die Welt geschickt, ein kurzes Telefonat mit Karsten Bindrich (JVR Schale: …das sieht nicht gut aus! Zusammengesetz und die Hoffnung waren groß, doch nach einem Probeschuss war Schluss, wir hatten wieder zwei Teile.

Also ging ich auf die Suche nach einer Leihflinte, von Sporting über Trap alles Mögliche, aber so etwas wie Skeet… mmmhhh. Aber dann… Daher ein ganz großer Dank an Anssi Maekelae, Anssi – er hat vermutlich die einzige ‚Skeetflinte‘ in ganz Finnland 😉. Somit wurde mit der Wettkampfleitung vereinbart, dass die Mixed Teams am nächsten Tag 10 Minuten später starten, damit Luise noch die Möglichkeit hatte, sich etwas mit der Leihwaffe „anzufreunden“ – was ihr ja auch sehr gut gelang. Unsere Mixed Paarung wurden aus den Vorkampfergebnissen zusammengestellt: Rene & Luise, Max & Hannah.

Wir kämpften wieder gemeinsam, aber Hannah konnte leider nicht an ihre Einzelleistung anknüpfen, Max pushte, tröstete, motivierte – auch sich selbst – im Ergebnis 74/75!! Hut ab! Hier musste die letzte Scheibe entscheiden, bei Treffer SO mit GER 2 leider reichte es im Gesamtergebnis nur für Platz 4 (132).
Wir gewinnen gemeinsam und verlieren gemeinsam!
Rene & Luise (133) kämpften sich durch, bei kühlen 18 Grad und leichtem Nieselregen und holten sie sich verdient die Bronzemedaille!

Was für ein Abschluss!

Und da war er nun der 25.07, der Tag der Abreise, wieder ab nach Helsinki, eine etwas verwirrte Frau Bechtel – so groß und weit Finnland ist – mit Zufahrten, Ausschilderungen – alles etwas „muckelig“! Wie kommen wir dahin, wo wir unser Auto abgegeben können – ja, OK, wir mussten im Kreis fahren. Ein kurzer bekannter Fußmarsch, Aufgabe der Waffen und Gepäck – diesmal etwas „verfahrener“. Aber es hat geklappt.
Sicherheitskontrolle wieder kein Problem, mit etwas Verspätung ab nach Frankfurt. Angekommen, Koffer alle da und nun auf der Suche nach dem Sperrgepäck-Schalter, gefunden nur da war nichts.

Zum Service, mit der Auskunft: ja, hier Band 4. Also alle wieder zurück – Band 4. Auf Nachfragen wieder die Bestätigung: Band 4. OK. Aber wieder tat sich nichts!
Da ist wohl das Wort – hinter bzw. vor – verloren gegangen. Aber gut wir fragen nach, es klärte sich und da war es unser Sportgepäck – ach ja der Sperrgepäckhinweis war ungefähr 30×30 cm groß unter der Hallendecke!
Die Erleichterung war groß und der nächste Gedanke, jetzt aber raus hier. Den Zoll freundlich anlächeln und Marsch. Wir waren durch! Der 12. Internationale Junior Shotgun Cup war erfolgreich beendet!

Mit viel Hoffnung – sehen uns wieder – in 2023 zum 13ten!

Fazit: Suhl, Orimattila und Porpetto. Das europäische Junioren-Wettkampf-Trio IJSC/IWK startete mit dem JWC in Suhl – bedingt durch die Pandemie traf sich hier erstmalig seit annähernd drei Jahren die internationale Jugend wieder. Volle Terminkalender, aber auch finanzielle Nöte der im Normalfall beteiligten Länder, führten sicherlich auch dazu, dass wir in Finnland ein kleineres Teilnehmerfeld hatten.

Es sollte aber nicht in der Folge dazu beitragen, dass Wettkämpfe wie der IJSC Finnland oder der ISC Porpetto als unnötig angesehen werden. Sie wurden/werden 2022 in Skeet sowie im Trap zur Vorbereitung der EM genutzt, aber auch zur internationalen Verständigung – dort entwickeln sich über Grenzen hinaus Kontakte und Freundschaften, es geht um gegenseitige Wertschätzung, Erfahrungen werden gesammelt, erste Wettkämpfe auf internationale Ebene bestritten uvm. Und, wer mag es bestreiten, ggf. die Wurzeln für erfolgreiche Sportlerkarrieren gelegt.

Vielen Dank !

Rene Bundan, Hannah Middel, Luise Middel, Maximilian Seibel, Katharina Schimnick-Bechtel