Jahresrückblick, zu spät oder zu früh…

Jahresrückblick, zu spät oder zu früh…

wl-förderkreis September 3, 2019 @ 1:30AM

Köln, GERJahresrückblick zu spät oder zu früh oder einfach nur ein Zwischenbericht. Nein, es ist noch nicht 2020 und nein, Weihnachten ist auch noch nicht. Ich bin einfach nur etwas spät dran, oder zu früh. Je nachdem von welcher Seite man es sieht. So wie hier in Köln, bei uns sind die Kölsch-Gläser immer halb voll. Nie halb leer.

Warum jetzt?

Ich hatte die Ehre in einer Mannschaft zu schießen, die auf der Landesmeisterschaft mein, sagen wir, nicht so dolles Ergebnis auf der LM kompensieren konnte, und zwar so, dass ich als Mannschaftsmitglied die Qualifikation zur DM erhielt. Also so eine Art Trittbrettfahrer, wenn mir der Begriff erlaubt ist.

Ich glaube, ich konnte das Vertrauen meines Teams in mich mit Platz neun bei Herren 1, bestätigen. Toll so ein Trittbrett!! (Das war jetzt aber auch das letzte Mal, das ich „Trittbrett“ geschrieben habe. Reicht jetzt, der Wink mit dem Zaunpfahl müsste langsam angekommen sein.)

Warum jetzt? – Die Deutsche!

Das Ziel eines jeden ambitionierten Sportschützen. Für uns Amateure DAS Highlight der Saison. Die Emotionen von der Deutschen sind immer noch stark präsent. Eine große Familie, die sich einmal im Jahr in München trifft. Wir freuen uns für einander über gute Platzierungen. Wie z.B. über die Silbermedaille von Alexy Klassin mit der Mannschaft. Seine erste Medaille auf der Deutschen, auf die er so lange hat warten müssen. Hart erarbeitet. Sein Bruder Dimitry stand ja schon einige Male auf den Podesten, jetzt auch Alexey. Herzlichen Glückwunsch.

Die Mannschaftssieger im Trap, Herren 1 (An alle Medaillengewinner! Bitte verzeiht, wenn ich nur aus meiner Sportklasse schreibe. Sie ist für mich leider etwas präsenter.) mit dem unglaublich gut frisierten Till-Justus, die Spannung um die Mannschaftswertung, dann das Finale der besten Sechs. Und dann sind ja noch unsere Profis unter uns, mit uns in einer Rotte. Immer wieder ein tolles Erlebnis.

Also, die Emotionen schlagen, bei mir jedenfalls, extrem hoch aus.

Aber…
nicht jeder, der auf der Deutschen schießt, kann sein Qualifikationsergebnis halten oder sogar steigern. Der/Die eine oder andere Schütze/Schützin, ist zu nervös, hat sich nicht richtig vorbereitet, oder hat sich über Wege qualifiziert, die so nicht ganz in Ordnung sind.

Gerade im vergangenen Jahr wurden Missstände publik, die lange Jahre hinter vorgehaltener Hand diskutiert und angesprochen wurden.

Wie gehen wir damit um?

Es wurden zwar Konsequenzen gezogen, aber reicht das aus? Ist das derzeitige System gerecht? Auch gegenüber denjenigen, die sich intensiv auf eine LM vorbereiten und dann doch an den, zu Recht, hohen Hürden scheitern?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist auf den Punkt Fit zu sein, in den Wettkampf einzusteigen und zu wissen, dass die 115 fallen sollte, fallen muss. Die Arbeit, Hektik, Probleme, schlagartig aus dem Kopf zu verdrängen. Mit jeder weiterfliegenden Wurfscheibe schwindet die Hoffnung auf die Qualifikation zur Deutschen.

Es gibt viele unter uns, die viel Zeit und Geld investieren um das Ziel DM zu erreichen, Trainerstunden nehmen, die sich in Trainingslager begeben, weit reisen um an international besetzten Turnieren teilzunehmen um Wettkampferfahrungen zu sammeln.

Ist es diesen Sportschützen gegenüber gerecht, wenn sich andere zur DM „schreiben“ lassen oder die Weiten der Wurfmaschinen auf Landesmeisterschaften (nicht irgendein Wald- und Wiesenturnier… auf der LANDESMEISTERSCHAFT!) so weit reduziert werden, dass man die Wurfscheibe auch mit dem Hut fangen könnte?

Ist es nicht! NEIN, ist es nicht!!!

Wir sollten alle überlegen wie wir hier etwas mehr Gerechtigkeit walten lassen können. Eine Möglichkeit, die mir sehr gut gefallen könnte, wäre folgende:

Wir haben in Deutschland mindestens 5 große Turniere, z.B. Suhl, Schale, München, Frankfurt/Oder und Wiesbaden. Ziel sollte sein, drei oder zwei (Diskussionsbedarf) von zu benennenden (international besetzten) Turnieren sowie zwingend (mit Möglichkeit zum Vorschießen zur Qualifikation etc.) die Landesmeisterschaft zu bestreiten. Die besten 2 oder 3 Ergebnisse werden gezählt.

Wenn dann auf der LM an den Maschinen gedreht werden sollte… ich denke, das würde sofort auffallen.

Die Diskussion ist hiermit eröffnet!

Was noch?

Auf dem diesjährigen Treffen des Förderkreises wollten wir eigentlich schon eine Bestellung für einheitliche Schießwesten für den Kader auslösen… Wollten!

Der ISSF hat uns alle (wahrscheinlich hat er extra auf unser Meeting gewartet) mit den Vorschlägen zu einer einheitlichen sportlichen Bekleidung für uns Schützen überrascht.

Ich persönlich finde eine einheitliche Sportbekleidung, wie schon öfters angesprochen und in anderen Sportarten üblich, begrüßenswert. Über das Design… nun ja… als aktiver und bekennender Jeansträger habe ich mit Bügelfalten in der Hose so meine Probleme. – Ich war, bin und werde niemals ein Popper! So! – Kleiner Gruß an die 80er

Noch was!

Wie aus einer Idee, mit anfänglichen Schwierigkeiten, dann was richtig Tolles wird, haben wir dieses Jahr bei der Deutschen LIVE miterleben dürfen.

Meine Idee war immer (und wurde auf dem diesjährigen Treffen des Förderkreises zum x-ten Male angesprochen) wenigstens eine Webcam auf dem Stand in München zu installieren. Gescheitert ist es bis dato an der fehlenden Bandbreite der Internetleitung zum Wurfscheibenstand.

Als Überraschung und mit breitem Grinsen im Gesicht (Gerhard, dich kriege ich auch noch dran) wurde mir auf dem Meeting mitgeteilt das eine Glasfaserleitung bis zum Wurfscheibenstand verlegt wurde.

Was jetzt kommt ist gigantisch:

Der neue Pressesprecher, Thilo von Hagen, stellte Ralf Müller und Wolfgang Lamée Sportdeutschland.TV vor.

Unabhängig davon trat Jannik Röttger an mich heran, mit der Idee, die Finals als Moderator, wie international üblich zu kommentieren. Da wir als Förderkreis da nicht einfach nicken konnten, wurde von Wolfgang, Michael Eck mit einbezogen, der den Vorschlag von Jannik sehr positiv gegenüberstand.

Parallel kümmerten sich Ralf und Wolfgang weiter um die Möglichkeiten einer Live-Übertragung eines Finals, bzw. der Ziehung der Lotterie des Förderkreises. Irgendwann und irgendwo wurde dann die Idee zu dem geboren, was wir auf der Deutschen miterleben durften.

Als Training wurde die Ziehung live gestreamt, dann mit Erfahrung aus dem Erst-Livestream und Jannik als Moderator, sowohl in den Pausen als auch beim Streaming, das Herrnfinale im Trap.

Und ich muss sagen…. es war gigantisch. Jannik überzeugte mit viel Fachwissen und dem Gespür für den richtigen Zeitpunkt zu erklären, zu moderieren.

Aufgrund der gestiegenen Zugriffszahlen, bekamen wir, nein, bekamen Wolfgang, Ralf und Jannik von Sportdeutschland.TV noch zusätzliche Streamingzeit für das Skeet-Finale der Damen zu dem schon angemeldeten Skeet-Finale der Herren.

Danke an alle, die das Angebot angenommen haben!! Jetzt geht es weiter, die Jungs planen noch zusätzliche Kameras und benötigen noch Kameramänner und Kamerafrauen.

Ihr seid der Hammer!!!

Luft holen! Nächster Punkt…

Thomas Höfs!

Und? Wie war‘s? (kleiner Insider) Thomas unser Versuchskaninchen! Thomas sitzt im Rollstuhl und schießt Olympisch Trap.

Dass das keine einfache Sache ist, konnte ich im Trainingslager feststellen, in dem meine Mitschützen und ich aus einem Stuhl heraus versucht haben, ja VERSUCHT, die Wurfscheiben zu treffen. Andere Sicht, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und größere Anzahl an Bewegungsabläufen beim Standwechsel, alles Komponenten die das Schießen aus dem Rollstuhl nicht einfacher machen!

Thomas wurde vom DSB zur DM eingeladen und es hat uns allen viel Freude gemacht zuzuschauen, wie selbstverständlich Thomas Integriert wurde. Als wäre es das normalste auf der DM im Trap einen Behinderten dabei zu haben.

Ab sofort wird das auch hoffentlich so sein, mit einem Parkplatz INNERHALB der Umzäunung!

Ich denke, dass es jetzt Zeit wird, auch bei den Wurfscheiben eine eigene Disziplin und Limitzahlen für Behinderte einzuführen. Für den Anfang könnte als Richtwert die Ergebnisse von Thomas auf der LM angesetzt werden! Thomas schießt übrigens für den Landesverband Hamburg, so wie andere gute Schützen… (freche Eigenwerbung)

Die Lotterie des Förderkreises

Wir haben im Förderkreis ein neues Mitglied.
Marco Trutter, GF der Markenagentur Trumedia, kümmert sich ab sofort unter anderem um das Design unserer Lose.

Nachdem sich Marco Trutter auf dem Krieghoff-Dinner, im Zuge der IWA in Nürnberg, unbedacht über das Design der Lose geäußert hatte, wurde er sofort zum Jahrestreffen eingeladen und als neues Mitglied im Förderkreis verpflichtet. J

Schön das du dabei bist!

Die neuen Lose werden in den nächsten Wochen offiziell vorgestellt. Womit auch feststeht: Auch 2020 wird es eine Lotterie geben!

Danke an alle Käufer der Lose und Spender der Preise!

Nachwuchs

Wofür machen wir das alles?

Zum größten Teil an der Freude an unserem Sport, den wir aber nur über unseren Nachwuchs am Leben halten können. Ich hatte die Freude, als Seitenrichter Malte Tolles und Marius John genauer beobachten zu können. Coole Jungs, wie die Hülsen aufgefangen werden, die Konzentration, die schon recht hohe Professionalität – Hat richtig Laune gemacht.

Malte hat mit einem Ergebnis von 121 Scheiben ein, wie beschreibt man es am besten, wahnsinniges Traumergebnis hingelegt. (…übrigens, das beste Ergebnis in der Disziplin Trap über alle Klassen bei der DM!!!) Und jetzt kommt der typische Erwachsenenspruch: Weiter so, Niveau halten, fleißig trainieren und darauf hören was Papa sagt!!

Wunsch für die Zukunft

Einmal, einmal Skeet und Trap gemeinsam oder wenigstens so zeitnah, dass man/ich auch den Freunden aus dem Skeet-Lager über die Schulter schauen kann.

Ich wäre gerne beim Finale der Männer vor Ort dabei gewesen um Ralf Buchheim (dem alten Sack) und Dimitri Reichert (dem noch älteren Sack) zum ersten und dritten Platz persönlich zu gratulieren. Und Felix zur Silbernen natürlich auch!

Vielleicht sollte man, ähnlich wie im Handwerk, überlegen, die besten alten Säcke im Kader zu belassen. Als Zugpferd, als Stütze. Neue Besen kehren besser, aber die Alten wissen wo die Ecken sind!

Solange der Wunsch nicht in Erfüllung geht, muss ich mich mit dem >>>LIVESTREAM<<< begnügen oder weiter auf einen Lottogewinn hoffen!

Da fällt mir noch was ein…

Der Wurftaubenclub Wiesbaden wird leider zum Ende des Jahres den Förderkreis auf eigenen Wunsch verlassen. Mit dem WTC-Wiesbaden verliert der Förderkreis ein Gründungsmitglied und langjährigen Unterstützer des Wurfscheibensports. Eine Entscheidung, die wir bedauern, aber akzeptieren müssen! – Schade, war schön mit euch!

So… das war’s fürs Erste. Ich hoffe, ich habe keinem vor den Kopf gestoßen. Sollte es dennoch passiert sein oder hat sich jemand angesprochen gefühlt, so war es Absicht. (In Köln sagt man zu einem Skateboard auch Rollbrett… Das muss mit Tritten vorangetrieben werden, also auch Trittbrett)

Danke an meine Freunde im Förderkreis

Werner Diener
Mitglied im Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe

Der erste Olympia Startplatz ist erkämpft!

Der erste Olympia Startplatz ist erkämpft!

Axel Krämer August 23, 2019 @ 5:26PM

Lahti, FINNach einem guten „aber nicht sehr guten“ Wettkampftraining begannen unsere Frauen mit ihrem Wettkampf. 72 Damen aus aller Welt (es waren 75 Nationen am Start) kämpften hier in Lahti um ZWEI der begehrten Quotenplätze. Alles was Rang und Namen hat traf sich hier zum Jubiläums Weltcup, denn der finnische Verband wurde 100 Jahre alt!

Konnten die Traper nur vier Stände nutzen, so waren es bei uns fünf. Trotzdem begannen unsere Wettkämpfe auf Grund der hohen Teilnehmerzahlen bereits um 8:30 Uhr. Das bedeutete für uns um 7:00 Abfahrt zum Stand, Frühstück gab es aber erst um 7:15 Uhr – also organisierten die Trainer ein Picknick auf dem Stand! Die Bedingungen hier in Lahti alles andere als optimal, Regen, Gewitter, Nebel dann wieder Sonne und stetiger Wind.

Nele begann stark und traf am ersten Tag 69 Scheiben. Das bedeutete zwar nicht den Spitzenplatz (Conner USA 73), war aber keine schlechte Ausgangsposition für den zweiten Tag! Uns allen war klar, dass am zweiten Tag ein gutes Ergebnis folgen musste. Nele startete zu Beginn des Tages und traf gute 45 Scheiben und nun hieß es warten. Ich bekam aus Deutschland eine SMS mit Glückwunsch zum Quotenplatzgewinn – da war es hier vor Ort noch gar nicht klar! Dann die erlösende Information – Quotenplatz für China und Deutschland! Endlich nach den ganzen Mühen die Belohnung. Nele und auch den Trainern stand das Wasser in den Augen!

Valentina Umhöfer aus Suhl vervollständigte das tolle Ergebnis, mit 112 getroffenen Scheiben fehlten Ihr nur zwei Scheiben zum Finale. Eine tolle Leistung von unserer jüngsten Schützin! Unsere Katrin war mit ihren 102 Treffern und dem 49. Platz sehr unzufrieden, man merkte Ihr die lange Saison deutlich an – hier muss eine Pause gemacht werden und der Neuaufbau erfolgen.

Mit dem Abschneiden unserer Männer können wir nicht zufrieden sein. Vincent mit 116 Treffern auf Platz 34; Ralf mit 115 auf Platz 53 und Tilo mit 114 auf Platz 66!
Diese Ergebnisse entsprechen nicht unserem Anspruchsniveau! Hier war deutlich mehr drin, legte doch Tilo am ersten Tag 49 Treffer vor und Vincent beendete den Wettkampf mit 50 voll! Warum erreichten wir nicht die notwendige Konstanz über die gesamte Wettkampf Distanz? Alle unserer Schützen hatten die Finaleingangsleistung von 121 Scheiben schon nachgewiesen. Wenn andere Schützen hier vor Ort 125 Scheiben treffen, vier Weitere 122 Scheiben und es ein Shoot off mit 121 gab, dann kann man unsere Leistungen nicht auf die äußeren Bedingungen schieben!
Genauso sahen dass auch unsere Sportler, jetzt wird analysiert und sich auf die Deutschen Meisterschaften in München vorbereitet.

Dann geht es zum nächsten großen Kampf – den Europameisterschaften – nach Italien!

Und nun ab nach Hause!!!

Flintenfinale DM2019 live bei Sportdeutschland TV!

Flintenfinale DM2019 live bei Sportdeutschland TV!

wl-förderkreis August 21, 2019 @ 3:34PM

Köln, GERIn den vergangenen Jahren haben wir vereinzelt versucht Euch bestimmte Highlights in Form von bewegten Bildern mit Videos und/oder kurzen Livestreams zu ermöglichen, denn immer wieder drehten und drehen sich unsere Gedanken um dieses Thema. Diese ersten Gehversuche haben wir mit minimalen Mitteln (Smartphones, GoPro-Kamera etc.) über facebook, youtube usw. produziert.

Um dies aber professionell und regelmäßig durchzuführen bedarf es an speziellem Equipment und Softwarelösungen die viel Geld kosten – Geld, was wir aber lieber in unseren Nachwuchs stecken! Und schließlich auch die nicht zu vernachlässigende Manpower, durch ehrenamtliche Helfer!

Mit Sportdeutschland TV haben wir nun über den DSB und den DOSB einen Partner gefunden, mit dem wir das Thema Equipment und Software abschließen können. Des Weiteren sind gleichzeitig alle erforderlichen Lizenzen mit abgedeckt!

Für uns ist dies alles voll kommendes Neuland und wir werden erstmalig bei der Deutschen Meisterschaft in München ab dem kommenden Wochenende LIVE mit 4 Sendeterminen an den Start gehen.

  • Sonntag, 25.08.2019
    14:55 Uhr: Verlosung 2019 des Förderkreises Wurfscheibe
    17:30 Uhr: Finale Trap Herren
  • Montag, 26.08.2019
    16:30 Uhr: Finale Trap Mixed Team
  • Freitag, 30.08.2019
    17:00 Uhr: Finale Skeet Herren

Am Freitag werden wir in das Basic-Equipment – komplette Technik mit Kommentator-Funktion und einer Kamera – eingewiesen, als Kommentator haben wir unseren Referee „Jannik Röttger“ gewinnen können, der die Finale kommentiert.

Wir sehen diesen ersten Versuch als Einstiegsgedanke in ein professionelles Livestreaming und nicht als einmalige Angelegenheit. Nach der Deutschen Meisterschaft werden wir dieses Projekt reflektieren und weiter vorantreiben. Im Focus steht da nicht nur die Deutsche Meisterschaft, sondern auch unsere Nachwuchsarbeit mit den Jugendverbandsrunden, den Juniorenwettkämpfen und nicht zuletzt die Ranglisten-Wettkämpfe!

Selbstverständlich haben wir die Sendetermine hier auf unserer Homepage schon veröffentlicht, zzgl. werden wir kurz vor der Liveübertragungen dies auch bei facebook bekannt geben!

Weltcup Lahti Trap

Weltcup Lahti Trap

Uwe Möller August 20, 2019 @ 10:02AM

Lahti, FINDer Weltcup hier in Lahti ist gestern mit der Entscheidung im Mixed Team Event für die Trapschützen nun auch schon wieder Geschichte. Die Bedingungen hier vor Ort war alles andere als leicht, anhand der Ergebnislisten wird das sehr deutlich. Im Schnitt lagen die Finaleingangsleistungen bei diesem letzten Weltcup der Saison bei den Damen 9 Scheiben und bei den Männern 6 Scheiben unter denen der vorangegangen drei Wettkämpfe.

Jeder Stand hatte einen anderen Hintergrund, die Scheiben starteten ohne Verzögerung mit sehr hoher Anfangsgeschwindigkeit aufgrund der kurzen Wurfarme der Maschinen.
Alle mussten sich mit diesen Bedingungen auseinandersetzen. Dabei ging es teilweise kurios zu. Bei den Damen schoss die Russin Semenova in der letzten Runde 18 und ging damit als zweite der Qualifikation ins Finale! Unsere Damen konnten nicht in die Entscheidungen eingreifen, da sie alle mindestens zwei schwache Serien auf dem Tableau hatten. Sonja hätte mit einer 25er Runde im letzten Durchgang noch eine Finalchance gehabt, konnte diese aber dann mit einer schwachen Serie nicht nutzen. Insgesamt wurden im Damenwettkampf nur 4 „Volle“ geschossen!

Bei den Herren war diesmal besonders viel Kondition gefragt, ging ihr Wettkampf doch über 3 Tage.
Andy zog mit 119 Treffern – der besten und konstantesten Leistung – als Erster ins Finale ein! Und das ohne eine „Volle“, auch im Männerwettkampf wurde die nur 27-mal erreicht, und das bei 157 Teilnehmern!

Das Finale und den letztlichen Ausgang haben sicher viele von euch im Livestream bei Sportdeutschland.tv verfolgt. Für Andy blieb ein undankbarer 4. Platz, der nicht mit einem begehrten Quotenplatz belohnt wurde, da ausgerechnet in diesem Finale alle Qualifizierten noch keinen Startplatz für Olympia hatten! Sehr schade, trotzdem eine tolle Leistung.

Beim Mixed Team Event fehlten GER 1 mit Quooß/Pigorsch zwei Scheiben für den Einzug in das Bronce Medal Match und 3 Scheiben, um das Gold Medal Match zu erreichen. Am Ende ein 12. Platz unter 44 teilnehmenden Teams.

Alle Ergebnisse wie immer auf der ISSF-Seite und hier!

Die finnischen Gastgeber haben sich sehr bemüht, alles verlief reibungslos und war bestens organisiert. Die Anlage mit 4 Trapständen ist aber trotzdem für einen Wettkampf dieser Größe mit so vielen Startern etwas zu klein dimensioniert.



Nun geht der Blick vorwärts in Richtung EM Lonato in Italien – die nächste Chance auf das Erreichen von Quotenplätzen!

Den Skeetern nun beim Weltcup hier maximale Erfolge!

Viele Grüße aus Lahti – Kiitos ja hyvästi Suomi!

Im Land der tausend Seen

Im Land der tausend Seen

Trap Team August 20, 2019 @ 8:47AM

Lahti, FINNach der problemlosen Anreise in Finnland ging es für uns ins modern ausgestattete Olympische Sportzentrum in Pajulahti. Dort befand sich unsere Unterkunft. Die Zimmer waren Top, nur das Frühstück – nun ja, reden wir nicht darüber. Immerhin gab es trinkbaren Kaffee. Also hieß es Zimmer beziehen, Sachen auspacken und dann ab zum Training.

Da das Teilnehmerfeld sehr hoch besetzt war, splittete die ISSF das Training. Wir wichen somit am ersten Trainingstag, zusammen mit den „Ösis“ (Österreicher) und den Iren nach Orimattilla aus. Um nicht „einzurosten“ absolvierten wir dort einige Trainingsrunden. Auf dem Stand angekommen sahen wir Warnhinweise auf giftige Schlagen im finnischen Wald, was zu einigen Wortwitzen führte.

Am Trainingstag auf dem Weltcup-Stand in Lahti fiel sofort auf, dass hier eine sehr hohe Anpassungsfähigkeit gefragt war. Jeder Stand war anders, sowohl vom Feld her als auch vom Hintergrund und vom Flugverhalten der Scheiben. Dies tat der super Stimmung im Team jedoch keinen Abbruch und so starteten wir voll motiviert in den Wettkampf.

Schon nach den ersten Wettkampfserien war klar, das selbst etablierte Schützen hier so ihre „Problemchen“ hatten. Das Team kämpfte trotzdem. Die Damen wie gewohnt über 2, die Herren aufgrund der hohen Teilnehmerzahl dieses Mal über 3 Tage.

Leider konnte sich keine von unseren Damen für das Finale qualifizieren.

Bei den Herren wusste Andy Löw sich am besten anzupassen und sich den Bedingungen zu fügen. Er bekam am 3. Tag die Unterstützung von Skeetschütze Tilo Schreier, der für ihn das Richten übernahm, um ihm den Rücken frei zu halten. Sodass Andy am Ende als bester Schütze des Feldes in das Finale einzog.

Im Finale konnte man die Spannung in der Luft förmlich spüren, da alle 6 Finalisten noch keinen Quotenplatz hatten. Um Andy zu unterstützen rückte das DSB-Team geschlossen an und Trap- sowie Skeetschützen verfolgten gespannt das Finale am Stand und drückten alle Daumen und was zur Verfügung stand. Die ersten 17 Scheiben schoss Andy tadellos, während die Konkurrenz patzte. Doch dann schlichen sich langsam Fehler ein und am Ende reichte es leider nur für den undankbaren 4. Platz und somit nicht für einen Quotenplatz. Die Stimmung bei Andy und im Team war etwas geknickt aber nicht lange, denn wir waren stolz auf unseren Finalteilnehmer und Andy selbst über sein erstes Trap-Finale. Als ehemaliger Doppeltrapper hat er sich sehr gut etabliert und steigt nun auch ins Top-Team-Tokio (TTT) auf. Herzlichen Glückwunsch dazu.


Am Sonntag wurde noch das Mixed-Team Event ausgetragen, wobei 2 deutsche Teams bestehend aus Katrin Quooß und Paul Pigorsch sowie Sonja Scheibl und Andy Löw an den Start gingen.

Das war es kurz aus Finnland.

Wir konzentrieren uns nun weiter auf die bevorstehenden Wettkämpfe. Ein Teil des Teams schießt die Deutsche Meisterschaft mit. Während sich das EM-Team startklar macht um in  Lonato (ITA) nochmals voll anzugreifen und um Quotenplätze zu kämpfen.

Viele Grüße

Das Trap-Team

RWS-Jugendverbandsrunde Flinte 2019 – Endrunde in Suhl

RWS-Jugendverbandsrunde Flinte 2019 – Endrunde in Suhl

Michael Eck August 14, 2019 @ 8:27PM

Suhl, GER – Insgesamt 93 Trap- und Skeetschützen nahmen an der Endrunde der diesjährigen RWS-Jugendverbandsrunde teil. Bei perfekten äußeren Bedingungen wurde der Trainingstag am Freitag schon eifrig genutzt. Fast alle Qualifizierten fanden den Weg ins thüringische Suhl. Der Modus sieht vor, dass der beste Vorkampf (in diesem Jahr Berlin oder Schale) sowie der Endkampf in das Gesamtergebnis einfließen, die zur Finalteilnahme. Am Sonntag ging es bereits um halb zwölf mit den insgesamt 11 Finals los, die zum größten Teil im neuen ISSF-Modus ausgetragen wurden. Zeitweise fanden auf allen vier Ständen parallel Finals statt. Bei Klassen, bei denen nicht genügend Starter qualifiziert waren, wurden bestimmte Altersgruppen zusammengelegt.

Auch die NK1 und NK2 nahmen in einer eigenen Wertung teil. Beim Trap siegte Hannes Genter vor Simon Jonathan und Felix Braun. Im Skeet sicherte Simon Waltermann den Sieg vor seinen westfälischen Kollegen Rene Wassing und John Kellinghaus. Viele der NK1 nahmen die Jugendverbandsrunde als Vorbereitung zur EM im September in Lonato war.

Gut besetzt waren auch die Schülerklassen. Jeweils sieben Starterinnen und Starter waren es in den gemischten Klassen. Im Skeet kam es auch hier zum westfälischen Dreifacherfolg. Es gewann Maximilian Seibel vor Emilie Bundan und Valentin Woestmeyer. Beim Trap ging Gold und Silber nach Mecklenburg-Vorpommern. Es siegte Tim-Luka Schmidt vor Romy Gramowski. Bronze ging durch Lucas Racko nach Brandenburg.

Bei den Juniorinnen im Skeet nahmen zwei Schützinnen teil. Das Medalmatch über 20 Scheiben gewann Johanna Wedekind aus Niedersachsen mit 15:11 gegen Lisa-Ann Beetz aus Brandenburg. Ein volles Finale gab es dagegen im Trap, wobei sowohl Jun I als auch Jun II berücksichtigt wurden. Es siegte Tabea Lück aus Brandenburg vor Lea Marie Burwinkel vom NWDSB und Laeticia Lange aus Niedersachsen.

Auch die männlichen Junioren wurden bei Skeet in einer Klasse zusammengefasst. Florian Sagel aus Westfalen gewann knapp vor seinem Verbandskollegen Jakob Siems und Hagen Wedekind aus Niedersachen. Bei Trap waren Junioren I und II getrennt. Bei den Älteren entschied Jan Caternberg aus Niedersachen die Konkurrenz für sich. Ihm folgten die beiden Westfalen Tobias Hummert und Arvid Ledwa. Bei den Junioren II kam es zum Stechen zwischen Moritz John aus Thüringen und Max Baumann aus Hessen. Mit 1:0 gewann Moritz John, während Paul Perlik aus Brandenburg Dritter wurde.

Die letzte Entscheidung des Tages war die Klasse der Jugendlichen im Trap. Hier gewann Hannes Braß aus Hessen vor Max Becker aus Mecklenburg-Vorpommern. Marius John aus Thüringen wurde Dritter. Im Skeet ging der Sieg durch Oskar Siems nach Westfalen. Ebenso die Silbermedaille durch Luis Lange. Bronze sicherte sich Moritz Ben Preis aus Brandenburg.

Gegen 15:00 Uhr am Sonntag konnten DSB-Vizepräsident Jugend Stefan Ringe, JVR-Leiter Uwe Kammer und Bundesreferent Michael Eck nicht nur den glücklichen Siegern die Medaillen umhängen, sondern auch insgesamt rund 7000 Schuss Munition der Firma Ruag übergeben.

Die beiden Wanderpokale des Förderkreis Wurfscheibe für Trap und Skeet, eine Kombination aller Wettkämpfe aus Teilnahme und Platzierung gewann in diesem Jahr im Trap der Brandenburgische Verband. Nur fünf Punkte dahinter belegte Mecklenburg-Vorpommern erstmals den 2. Rang. Der Skeetpokal ging mit deutlichem Vorsprung nach Westfalen. Zweiter wurde Brandenburg.

Insgesamt waren bei allen drei Wettkämpfen 294 Starts und damit knapp 50 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Bereits im sechsten Jahr in Folge eine Steigerung zum Vorjahr. 2020 soll dann die 300er Marke geknackt werden.

Viele weitere Bilder hier…

(c) 2019 Fotos by Martina Brandes