FKNW-Jahresrückblick 2017

FKNW-Jahresrückblick 2017

Werner Diener Januar 24, 2018 @ 10:29PM

Köln, GER – Nicht jeder ist Journalist oder Autor, der einen Artikel so einfach aus dem Ärmel schüttelt. Ich gehöre zu denen, die eine gewisse Anlaufzeit und etwas Vorbereitung brauchen, Wörter nicht wie ein Böll oder Eco so aneinanderreihen können, dass Emotionen beim Lesen verständlich, bildlich vor einem schweben. Ich notiere auf einem kariertem DIN A4 Block Stichpunkte von all den Ereignissen über die ich schreiben möchte. Die, meiner Meinung nach, Erwähnung finden sollten – für 2017 ist die Liste lang geworden. Allen denen, die angefangen haben diesen Artikel im Stehen zu lesen, empfehle ich sich eine Sitzgelegenheit zu suchen. Es könnte etwas länger dauern.

logo fk-wurfscheibeWas steht auf meiner Liste ganz oben? Europameister und Vizeweltmeister.

JA, WIR sind Mannschafts-Europameister der Damen im Skeet und Mannschafts-Europameister der Juniorinnen im Trap und Mannschaftsdritte der Damen bei der Europameisterin im Skeet und Vize-Weltmeister im Skeet und Europameisterin und Vize-Europameisterin der Juniorinnen im Trap und Mannschaftsdritte der Weltmeisterschaft der Skeet-Juniorinnen und Mannschaftsdritte der Europameisterschaft der Skeet-Juniorinnen.

Was für ein erfolgreiches Jahr für unsere Sportler… wobei, der Mannschaftstitel der Skeet-Damen musste über Protest erstritten werden. Auch wenn am Ende der Protest zum Erfolg führte, war der Weg dorthin für die Delegationsleitung nicht sehr rühmlich. Das anschließende Krisenmanagement war, von hier außen betrachtet, nicht wirklich als professionell zu bezeichnen. Genauso wie die deprimierende MINI-Meldung in der DSB-Newsletter. Ist eine Goldmedaille außerhalb Olympia nicht mehr wert, als ein kleiner Einschub in den Newslettern?

Herzlichen Glückwunsch an Christine Wenzel, Nele Wißmer und Katrin Wieslhuber zum Gewinn der Europameisterschaft, herzlichen Glückwunsch an Christine Wenzel zu Bronze bei der Europameisterschaft und Maria Kalix, Eva-Tamara Reichert sowie Valentina Umhöfer zur Europameisterschaft-Mannschaftsbronze der Juniorinnen und zur Weltmeisterschaftsbronze der Damen und herzlichen Glückwunsch an Marie-Louis Meyer, Bettina Valdorf und Katrin Murche zum Europa-Mannschaftsgold und Marie-Louis zum Gewinn der Europameisterschaft und Bettina zum Gewinn des Titels der Vize-Europameisterin!

So… hier muss ein Cut erfolgen, der Übergang zur Deutschen Meisterschaft, sonst verliere ich mich bei der Aufzählung der ganzen Titel. Auf den Vize-Weltmeister Skeet werde ich später noch in einem anderen Zusammenhang zu sprechen/schreiben kommen. Sorry Vincent, darauf musst du noch etwas warten. (Diese Stelle für später merken… Punkt 5)

Die Deutsche, das Ziel eines jeden ambitionierten Schützen.

2017 war nicht mein bestes Schützenjahr, große Baustellen und viele Angebote erforderten soviel Zeit für die Firma (Punkt 1), dass das Training für meine Lieblingssportart etwas in den Hintergrund gedrängt wurde, was der Deutsche Mannschaftsmeister von 2016 mit seinem besten persönlichen Ergebnis von 119/125 (falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte), selbstverständlich problemlos kompensieren kann.

Dachte ich, auf Wolke 7 sitzend!
Was es heißt, dem Druck zur Wiederholung einer guten Leistung entgegenwirken zu müssen, habe ich dann am eigenen Leib erfahren.

Sowas kann man nicht theoretisch Thematisieren. Sowas kann man nur in der Praxis erlernen. Und zwar von der Jugend an (Punkt2). Erst jetzt konnte ich real nachvollziehen was unsere Kaderschützen leisten, leisten müssen, wenn sie wie Vincent oder unsere Juniorinnen zum nächsten Wettkampf fahren und dort wieder die Leistungen abrufen sollen/müssen die sie zum Erfolg geführt haben.

Davor verbeuge ich mich.

Und davor, wie professionell unsere Gold-Juniorinnen mit dem Druck umgegangen sind, im Finale bei der Deutschen Leistung bringen zu müssen und vorher noch schnell die Ziehung der Gewinner der Lotterie in perfektem Outfit durchzuführen.

Die Details der Ziehung mit der anschließenden, recht amüsanten, Gewinnersuche habe ich bereits in einem Beitrag der Zeitschrift „Die Flinte“ beschrieben und ist auf unserer Homepage www.fk-wurfscheibe.de nachzulesen.

Apropos Outfit.

Es hat sich was getan bei unseren Junioren. Das Pippi-Langstrumpf-Schuhe-Syndrom scheint überwunden zu sein, die Sportkleidung wird der Jeans (überwiegend) vorgezogen, so wie es die Sportordnung vorsieht. Ich selbst bin ja froh, dass die Bekleidungsrichtlinie der Sportordnung bei den, wie umschreibt man das am besten… gestandenen, gerade der Pubertät entwachsenen, bei den Herren: Föhnfreien Frisurenbesitzer, regulär der Klasse III zugeordneten Schützen und Schützinnen, nicht so penibel genau ausgelegt wird.

Noch habe ich die für mich optimale, alternative Beinkleidung zur Jeans, nicht ausfindig machen können und doch sollten wir, sollte ich (der mit der praktischen Frisur (wie kann man nur mit diesem gezottel vor den Augen und über den Ohren leben? Das kitzelt doch die ganze Zeit!)) mit gutem Beispiel vorangehen. Vielleicht erbarmt sich ein Designer und entwirft für uns eine auf das Flintenschießen angepasste Sportkleidung mit Jeanstragekomfort. Das wäre mal was!

Wir, der Förderkreis haben lange überlegt, zu welchem Datum die Ziehung stattfinden sollte. Bei Antragsstellung der Lotterie beim Ordnungsamt hatten wir die Ziehung vor dem Finale der Skeet-Herren ins Auge gefasst. Bei allen Überlegungen schob sich aber immer wieder das Olympische Wochenende als der, nicht optimale, aber am besten geeignete Termin nach vorne.

Am Olympischen Wochenende ist sowohl der Geschäftsführer des DSB Herr Brokamp, als auch der Präsident sowie die meisten Schützen vor Ort. Also kein Termin gegen Skeet. Und neben dem Ziehungstermin haben wir auch den optimalen Platz für die Ziehung gefunden. Vor dem Finalstand und vor dem Finale.

Das hier ein stabiles Zeitfenster gefunden wurde, haben wir den Organisatoren der DM zu verdanken. Hans Goldbrunner, Michael Eck und dem Vizepräsidenten Sport Gerhard Furnier. – Danke an Euch.

Und somit habe ich einigermaßen elegant den Bogen zu Punkt 1 hinbekommen.

Wir, die Mitglieder des Förderkreises sind alle in leitenden Stellungen, teils in eigenen Betrieben, teils als Geschäftsführer und Prokuristen aktiv. Wenn ich ab und zu hochrechne, wie oft wir untereinander in Bezug auf den Förderkreis telefonieren, uns treffen und aktiv mitwirken, dann liegen die finanziellen Aufwendungen für Lohnkosten, die unsere Firmen zusätzlich zu unseren eigentlichen Zuwendungen aufbringen müssen, schnell im mittleren 5-stelligen Euro-Bereich.

Die Arbeit im und für den Förderkreis macht Spaß, keine Frage, ist aber inzwischen zu einem doch sehr aufwendigen und zeitintensiven Spaß mutiert. Nehmen wir nur die Lotterie, inzwischen unser wichtigstes Instrument zur Finanzierung der Nachwuchsförderung, und deren zusätzlichen Preise. Danke an dieser Stelle allen die sich bereit erklärt haben uns hier zu Unterstützen, ohne das wir aktiv werden mussten – das hilft ordentlich! Weitere Spender müssen aktiv angesprochen werden, wie die Fa. AKAH, die uns 2017 kräftigt unterstütz hat.

Und vielleicht 2018 auch?

Ganz herzlichen Dank an AKAH und an die Loskäufer die einen Gutschein von AKAH gewonnen haben. Natürlich sind wir es ein wenig selbst schuld, wenn viel Arbeit anfällt, wenn wir auf so Ideen kommen wie… Lose in Patronenhülsen einzurollen oder einen Flyer für die DM zu erstellen.
Lose einrollen und die Hülsen verstopfen ist schon aufwendig genug (Danke für die Hilfe an Nadine Schilling und Nadine Büchholz), aber nach der Verlosung 470 Lose wieder aus den Hülsen raus zu popeln, das kommt der Bezeichnung Strafarbeit schon sehr nahe.

So verpasst man dann auch das langersehnte Finale der Juniorinnen und der Damen, aber es ist ja für einen guten Zweck. Übrigens war der Flyer ein Gemeinschaftswerk des Förderkreises unter Mitarbeit von Nadine Büchholz und Robert Garmeister. Idee: Wolfgang Lamee, Werner Diener: Layout und Gestaltung: Krüger Druck und Ralf Müller (Krieghoff), Fotos: Karl Haaga und Ralf Müller, Texte: Axel Krämer, Uwe Möller, Ralf Müller, Werner Diener, Klaus Waltermann, Lektorat: Dominik Allartz, Druck: Krüger Druck. Die Genehmigung zum Verteilen wurde von Gerhard Furnier erteilt… fehlt eigentlich nur noch der Abspann mit Kamera, Regie etc. (Punkt3).

Wie schon eingangs erwähnt, sind wir keine Journalisten, wir sind im Förderkreis ehrenamtlich Tätig und unsere Hauptaufgaben sind auch der Grund dafür, warum das eine (der Versand der Seitenblenden) oder andere (Die Förderkreisseite täglich aktualisieren) mal etwas länger dauert.

Umso mehr, so denke ich, ist das private Engagement unserer Mitglieder anzurechnen, die in Ihrer Freizeit UND unter der Mithilfe der Ehepartner, Lose verkaufen.

Danke Alexandra Braß.

Apropos Ehepartner 1… Ohne das Verständnis und der Unterstützung unserer Lebensabschnittspartner für unser Engagement im Förderkreis, wäre unsere ehrenamtlichen Tätigkeiten nicht vorstellbar.

Apropos Ehepartner 2… Danke auch an die Lebensabschnittspartnerin unsers Bundesreferenten Michael Eck. Mit Martina Brandes haben wir und der DSB auf der DM und bei vielen anderen Wettkämpfen eine zusätzliche Hilfe, die uns, dem Förderkreis, auch noch Ihre professionellen Bilder von den Wettkämpfen für unsere Bildergalerien zur Verfügung stellt. Danke Martina

Apropos Ehepartner 1+2: @DSB zur Info: Das war der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl!

Punkt 2: Unsere Jugend.

Die Grundlage eines jeden Staates ist die Ausbildung seiner Jugend. „Diogenes 400-323 v. Chr.“ (Das war der mit der Tonne)
Wer die Jugend hat, hat die Zukunft. „Napoleon I. Bonaparte 1769 – 1821
Die Jugend dürstet nach großen Taten – wer wären wir, wenn wir sie dabei nicht unterstützten? „Gottfried Niebaum 1841 – 1902

Wenn diese drei herausragenden Persönlichkeiten schon den Wert einer Investition in die Jugend erkannt haben, wie könnten wir es wagen Ihnen zu wiedersprechen?

Nicht vorstellbar? – DOCH!

2017 wurden von Seiten des BMI die Fördergelder für die Jugend, in unserem Fall speziell für den IWK, Orimatilla, Suhl und Porpetto ersatzlos gestrichen.
Wir haben weiter oben gelesen, dass das Umgehen mit Wettkampfdruck nicht im Klassenraum erlernt werden kann. Daher ist der IWK eine der ganz wichtigen Wettkampfstrecken außerhalb der Wohlfühlzone „Heimatstand“, um die Wettkampfhärte, den Wettkampfdruck für die großen Turniere in der Zukunft zu erfahren und zu erlernen.

Da der Förderkreis die Jugendarbeit im Sinne von Napoleon und Niebaum unterstütz wurde die Wettkampfstrecke IWK mit Kosten in Höhe von 39.460,59 EUR vollständig aus dem Topf des Förderkreises finanziert.

Für das Aufbringen dieser hohen Summe haben wir einige Jahre Arbeit investieren müssen, die Erfolge unserer Jugend bei der WM und EM schreiben wir daher unter anderem uns, dem Förderkreis und euch, unseren Unterstützern und Käufer der Lose zu Gute.

Das wir diesen Hohen finanziellen Aufwand nicht jedes Jahr stemmen können, müsste eigentlich für jeden, der ein wenig rechnen kann, selbstverständlich sein. Für eine regelmäßige Unterstützung des IWK fehlen uns die finanziellen Mittel die wir auch durch die Lotterie nicht erwirtschaften können. Hier ist die Hartnäckigkeit und das Verhandlungsgeschick des DSB gegenüber dem BMI/DOSB gefordert. Das wird mit Sicherheit nicht einfach, eine andere, langfristige Lösung, sehe ich im Augenblick nicht…

…Doch, es gibt da Lösungen!
Die Gelder für den Polizeieinsatz bei Fußballspielen, bei den kostenverursachenden Fußballchaoten einsammeln (Einmal Chaoten, das macht dann 150 EUR bitte) und den Randsportarten zur Verfügung stellen. Oder…
Einen Teil, nicht viel, vielleicht so um die 0,1% der Umsatzsteuer der irrwitzigen Kosten von Spielertransfers, für andere Sportarten verwenden – Was für ein Geldsegen! Oder noch besser…
Die ARD-Sportschau endlich in Fußballschau umbenennen und dann eine richtige Sportschau mit Randsportarten, gerne auf einem digitalen Kanal (Anstelle von der 322. Wiederholung von „Sturm der Liebe“, „Lindenstraße“ oder „Hart aber Herzlich“), senden!

Somit kommen wir zu Punkt 3.

Kamera, Regie, Senden, TV, Live-Übertragung

In der Ausgabe 12/2017 der Deutschen Schützenzeitung wurde auf Seite 29 über eine Liveübertragung des SSG Kevelaer von der Bundesliga der Sportschützen berichtet.
Gratulation zur Umsetzung. Klasse gemacht. – Warum geht das nicht auch auf der Deutschen?

Der Förderkreis hatte sich vor Jahren darin auch schon versucht, allerdings mit bescheidenen Mitteln und ohne Kommentator etc.. Auch hier das Thema, keine Zeit, kein professionelles Equipment sowie keine ausreichende Internetverbindung zum Wurfscheibenstand.

Im Reitsport ist eine Live-Übertragung von, auch kleineren, Reitturnieren fast schon Standard. www.clipmyhorse.de

Wir müssen ja nicht direkt an dem ISSF-Standard anknüpfen, aber wir könnten doch auf den Erfahrungen des SSG-Kevelaer aufbauen und anfangen für die Deutsche zu planen – oder ist das schon in Planung?

Wir haben beim DSB einen (fast) runderneuerten modernen Vorstand dem ich es zutraue diese modernen Zeiten und die neuen (so neu ja auch nicht mehr) Medien auch beim DSB einzuführen. Vielleicht wenigstens zu den Siegerehrungen! Zum zu Hause nochmals anschauen. (Punkt 4). Wobei, (das berühmte wobei), die zuständige Person für die Öffentlichkeitsarbeit diejenige ist, die sich energisch gegen den Kauf eines Loses des Förderkreises gewehrt hat, obwohl die Erlöse aus der Lotterie auch die Schützen seines Verbandes unterstützen, auf dessen Gelände die Deutsche stattfindet. Das war sowas von peinlich!

Sollte jemand vom SSG-Kevelaer diese Zeilen lesen, oder jemand, der einen Bezug zum SSG-Kevelaer hat, ich würde mich über eine Kontaktaufnahme sehr freuen!

Punkt 4. Die Ehrungen.

Bei einer Live-Übertragung wären vielleicht zur Siegerehrung einige mehr Zuschauer anwesend. Wie im letzten Jahresbericht versprochen, habe ich die Siegerehrungen bis zum Schluss verfolgt. Und ich kann euch sagen… Es hat überhaupt nicht weh getan. Es hat gut getan zu sehen, wie sich die geehrten Sportler über die verbliebenen Zuschauer gefreut haben. Immer noch zu wenig, aber wir haben 2018 die Chance es besser zu machen!

Dieses Jahr durfte ich zusammen mit Peter Braß die Flinte an den Nachwuchsschützen des Jahres überreichen. Da man mir kurz vor der Laudatio unterbreitet hatte, wer die Flinte bekommen sollte, war es für mich ein Vergnügen den Papa des Nachwuchsschützen während der Laudatio zu beobachten und die Veränderungen seiner Gesichtszüge mit ansehen zu dürfen. Ein Mienenspiel, das seines gleichen sucht. Das sind die Momente für die man den ganzen Aufwand gerne betreibt!

Punkt 5: So Vincent… It´s your time!

Vize-Weltmeister Skeet 2017. Herzlichen Glückwunsch!
Im Gegensatz zu deinem spannenden Finale auf der Deutschen mit Ralf Buchheim, konnten wir dieses Mal deinen Erfolg LIVE und in HD mit verfolgen. (Punkt 3)
Schon alleine die Kommentare der Moderatoren waren es Wert dein Finale LIVE und in HD mit zu verfolgen. Alle weggefegt und das mit einer Konzentration. – Das war schon gigantisch!

Nach deinem Erfolg bei der Deutschen, dann noch einen drauflegen und die gesamte Weltelite, bis auf einen (aber den schaffst du beim nächsten Mal), hinter dir zu lassen… War wirklich der Hammer!

Ich kontrolliere gerade meine Liste und muss feststellen: Alles was ich auf dem Herzen hatte konnte ich zu Papier bzw. in eine Datei bringen. Was jetzt noch folgt, dafür muss ich nicht extra meine Liste zu Rate ziehen:

Mein Dank an meine Freunde im Förderkreis.
Ohne Wolfgang hätten wir keinen Support der Seite und fleißigen Helfer und Organisator bei der Ziehung auf der Deutschen.
Ohne Andreas keine Kalender, keine Flyer und keine Lose.
Ohne Dominik keine Plattform in den Printmedien und keinen Lektor. (Übrigens… das muss raus, sonst platze ich. Die Verkleinerungsform von Lektor? Lektüre! – Haben sie keine Lektüre? Nein die Splitter in der Zunge schmerzen immer so)
Ohne Karl keine Fotos und Inspiration.
Ohne Ralf kein Fotoarchiv, keinen Berater und keinen Ruhepol.
Ohne Peter und Phil keine Lotterie.
Ohne Nicole und Klaus keine Munitionsspenden und -stipendien und keine Loshüllen 😊.
Ohne unsere Kaderschützen keinen Förderkreis.
Und ohne unser Loskäufer keine Unterstützung der Kaderschützen!

Danke für ein tolles Jahr 2017

Werner Diener
Für den Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe

Änderungen im ISSF-Regelwerk ab 2018

Änderungen im ISSF-Regelwerk ab 2018

wl-förderkreis Januar 7, 2018 @ 7:33PM

Köln, GEREine grundlegende Überarbeitung des ISSF-Regelwerks findet i.d.R. alle vier Jahre für den olympischen Zyklus statt – dies ist auch im letzten Jahr zum 1. Januar 2017 für den Zyklus (2017-2020) geschehen. Das heißt jedoch nicht, das dieses Regelwerk nun für den kompletten Zyklus bindend ist. Denn meistens bemerkt man in der laufenden Saison, das es hier und da noch hackt und ein Regelwerk nachgebessert werden muss und dies hat man nun in die Tat umgesetzt.

Der ISSF-Verwaltungsrat hat das neue Regelwerk (zweiter Druck 1/2018 „2018-2020“) beschlossen und ist ab dem 1. Januar 2018 in Kraft getreten!

Hier die wichtigsten Änderungen für den Flintenbereich:

Erhöhung der Schusszahl bei den Frauen – von 75 auf 125
Die Frauen-Wettkämpfen (Trap und Skeet) wurden den Männer-Wettkämpfen gleichgestellt, so das sie nun ebenfalls 5 Serien an 25 Scheiben in der Qualifikation bestreiten müssen.
Diese Entscheidung spiegelt das Engagement des ISSF für das Ziel der IOC-Agenda 2020 für die Gleichstellung der Geschlechter im Sport wieder.

Mixed-Team-Wettbewerbe für Trap und Skeet
In der Qualifikation wird jedes Mitglied der zweiköpfigen Nationalmannschaftsteam (ein Mann und eine Frau) auf 75 Scheiben schießen (je 3 x 25 Scheiben = 150 Gesamtscheiben). Die besten sechs Teams werden ins Finale vorrücken. Im Finale wechseln sich die Teammitglieder in der vom Teamcoach festgelegten Reihenfolge in Serien von fünf Scheiben ab. Nachdem alle Teams auf 25 Scheiben geschossen haben, wird die Mannschaft auf Platz 6 eliminiert. Die Eliminierungen werden nach 30, 35 und 40 Scheiben fortgesetzt. Die verbleibenden zwei Teams werden zwei weitere Fünf-Scheiben-Sequenzen von insgesamt 50 Scheiben schießen, um die Gold- und Silbermedaillengewinner zu bestimmen.

Weitere allgemeine Änderungen:

Schrotpatronen Inspektion
Die Regeln wurden dahingehend klargestellt, dass die Verwendung von farbigen Schrotbecher zu einer Verwarnung führt, während die Verwendung von überladenen Schrotpatronen (mehr als 24,5 g) weiterhin zur Disqualifikation führt.

Skeet-Markierungsband-Überprüfung
Es wurde eine neue Methode zur Überprüfung der Lage von Skeet-Markierungsbändern eingeführt.

Seitenblenden
Nur Flintensportler dürfen aufgrund von Sicherheitsaspekten Seitenblenden benutzen. Diese können sich jetzt bis zu 30 mm vor dem „Mittelpunkt der Stirn“ erstrecken.

Die Änderungen werden bei allen ISSF-Wettkämpfen 2018, einschließlich Weltcups, Juniorenweltmeisterschaft, Kontinentalmeisterschaften und der Weltmeisterschaft in Changwon, Korea, wirksam.

Die detaillierten Regeln sind im offiziellen ISSF- Regelwerk (in englisch) veröffentlicht und können auf der ISSF-Webseite unter ff. Adresse heruntergeladen werden:

http://www.issf-sports.org/theissf/rules.ashx

Endspurt zur Wahl des JUNIOR des Jahres

Endspurt zur Wahl des JUNIOR des Jahres

wl-förderkreis Februar 10, 2018 @ 3:56AM

Wiesbaden. GER – Nur noch bis einschließlich Sonntag (07.01.2018) läuft die Abstimmung zum Junior bzw. zur Juniorin des Jahres  bei der Deutschen Stützen Jugend!

Für den Flintenbereich stehen zwei Juniorinnen zur Wahl.

  1. Marie-Louis Meyer
  2. Bettina Valdorf

Also schnell zur Abstimmung bei der der Deutschen Schützen Jugend….  http://jdj.dsj-dsb.de

 

Ziehung des Gewinnloses der K-80 Oder „Warum man Mails und Bandansagen nicht einfach löschen sollte“

Ziehung des Gewinnloses der K-80 Oder „Warum man Mails und Bandansagen nicht einfach löschen sollte“

Werner Diener Januar 3, 2018 @ 6:13PM

Alles war irgendwie anders bei der letzten Verlosung zur DM in München

Wir hatten drei Los-Feen (das Europameisterteam der Juniorinnen), die Verlosung hatte einen neuen Standplatz und die Lostrommel wurde durch eine Mörtelwanne gefüllt mit in leere Patronenhülsen gesteckten Losen ersetzt.

Auch bei der Bekanntgabe des Gewinners der K80 war nichts wie sonst.

Wurden in den Vorjahren Lose gezogen, auf denen eine Handynummer als Kontakt-Telefonnummer angegeben war und wir sofort ein Telefonat mit den glücklichen Gewinnern führen konnten, so hatten wir dieses Jahr eine Festnetznummer auf dem Los.

Der Traditionelle sofortige Anruf ging in Leere. Keine Anrufbeantworter, keine Weiterleitung… einfach ein Anruf ins Nichts. In der heutigen Zeit ungewöhnlich aber nicht illegal.

Nach dem Ende der Verlosung wurde eine Mail an die auf dem Los angegebene Mail-Adresse verschickt, Google wurde bemüht, der Gewinner gegoogelt: Ja, es gab einen Tamme de Boer, Fotograf, aber nicht unter der angegebenen Adresse!

Das erste Mal machten wir lange Gesichter, waren wir einem „Fake“ auf den Leim gegangen?

Unwahrscheinlich! Alles wird peinlich genau registriert. Ohne eingegangene Zahlung beim DSB wird KEIN Los ohne Zahlungseingang der Lostrommel/Mörtelwanne zugefügt.

Ein neuerlicher Anruf verwirrt uns noch mehr. Es meldet sich, es nahm wenigstens jemand ab, eine Dame:

„Guten Tag, mein Name ist Werner Diener vom Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe. Ich hätte gerne Herrn Tamme de Boer gesprochen. Ist er im Hause?“

„Worum geht es?“ kam es etwas distanziert zurück.

„Harr Tamme de Boer hat in der Lotterie des Förderkreises Gewonnen und….“

„Hier wohnt kein Tamme de Boer.“

Ähhh….

Ich blickte in erwartungsvolle Gesichter. „Und?“.  „Aufgelegt!“

Scheidung? Ausgezogen? Verstorben? Verwirrt?

Was war mit der Mail? Schon eine Antwort? Immer noch nichts!

Also alles zurück auf Anfang.

Das Los wurde über die Fa. Krieghoff erworben und bezahlt.

Wir kamen überein, dass Peter Braß in den nächsten Tagen bei sich im Büro den Ursprung der Bestellung und die Herkunft der Zahlung eruieren sollte. Natürlich war das dennoch für uns alle unbefriedigend und beim Abendessen das beherrschende Thema.

Am nächsten Tag machte ich mich auf um unter den Schützen denjenigen Ausfindig zu machen, der uns bei der Verlesung des Gewinners aus der Menge die richtige Aussprache des Namens zugerufen hatte. Eine lange und intensive Suche begann.

Irgendwann stand ich neben meinem Freund Waldemar der bei der Verlosung nicht anwesend gewesen war. Ich erzählte Ihm unser Problem, nannte den Namen des Gewinners und bekam als Antwort: „Tamme de Boer? Dem habe ich letztens noch Unterricht gegeben! Brauchst du seine Mobilfunknummer?“. Ist nicht wahr…

Also schnell die Mobilfunknummer gewählt und endlich eine männliche Stimme vernommen die um das Besprechen der Mailbox bittet, der ich auch gerne nachkam und der Mailbox mein bekanntes Sprüchlein anvertraute.

Dann war Warten angesagt und Erleichterung, da wir nun wussten, das Tamme existierte!

Nach einiger Zeit, sowas lässt einen ja nicht locker, habe ich die Nummer von Tamme nochmals angewählt …. es war der Wahnsinn…. es wurde abgenommen:

„Tamme de Boer“

„Werner Diener hier vom Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe…“

„Also ist es wahr?? Ich habe noch nie was gewonnen, kann ich Sie in 2 Stunden zurückrufen? Ich bin gerade aus Hongkong in Frankfurt gelandet und muss noch die Maschine übergeben! Ich habe die Mail gelöscht, ich dachte es wäre ein Spam und habe jetzt gerade die Mailbox abgehört die ich auch löschen wollte…“

Tamme de Boer ist Pilot einer 747 und fliegt Fracht nach Asien und zurück. Zum Zeitpunkt der Verlosung und der Recherche nach Ihm befand er sich in der Luft auf dem Weg nach Hause.

Und ja, die Google-Recherche hatte Recht, in früheren Jahren war er Fotograf, hat vor einigen Monaten mit dem Flintenschießen in Aschaffenburg begonnen und schon immer ein Auge auf eine Krieghoff geworfen! Tatsache und zu belegen! Er war kurz davor eine B. zu bestellen, was jetzt natürlich hinfällig ist.

Tamme de Boer war schon in Ulm bei  Peter Braß zum Anpassen. Das ist so in etwa wie ein neues Auto im Werk abholen! Nur persönlicher und das Essen ist besser!!

Und die etwas „frostige Dame„ am Telefon war natürlich seine Frau.

Gebeutelt von ewigen Gewinnanrufen und der fehlenden Information über den Erwerb eine Loses bei der Lotterie des Förderkreises durch Ihren Ehemann war die Reaktion verständlich.

Was lernen wir daraus?

1.) Immer die Mobilfunknummer auf den Losen angeben!

2.) Den Mails des Förderkreises vertrauen!

3.) Im Zeitraum um Ende August JEDEN Gewinnanruf ernst nehmen und genau prüfen!

4.) Im Zeitraum um Ende Augustzwischen 12:00 – 16:00 Uhr STÄNDIG das Handy griffbereit halten!

5.) Dem Lebenspartner immer und auf jeden Fall über den Erwerb eines Loses des Förderkreises informieren!

6.) Bei Beachtung der Positionen 1-5 erspart Ihr dem Förderkreis Sorgenfalten und Atemnot.

Mit einem Schmunzeln im Gesicht, für den Förderkreis

Ihr / Euer Werner Diener

Skeeter beim Weltcupfinale knapp am Finale vorbei

Skeeter beim Weltcupfinale knapp am Finale vorbei

Axel Krämer Oktober 27, 2017 @ 7:22AM

New Dehli, INDBeim Weltcupfinale trafen sich die besten Schützen der laufenden Saison, außer unserem Gast „Teamkollegen“ Henri Junghänel. Henri als Liegendspezialist reiste ja bereits mit uns weit im Vorfeld der Gewehr Wettkämpfe hier in Delhi an. Nach seinem grandiosen Olympiagewinn von Rio hat er hier vor Ort – also ein ganzes Jahr später – wieder seine ersten Trainingsschüsse absolviert!
Da das Liegendschießen, genau wie unsere Doppeltrapdisziplin auch, aus dem Olympischen Programm fällt, stand nach Olympia bei ihm die berufliche Weiterbildung im Vordergrund. Das Weltcupfinale wird für ihn der letzte Wettkampf für den Deutschen Schützenbund sein! Schade – ein starker Typ!

Wie schon erwähnt, die besten Schützen der Welt hier vor Ort und man konnte auf die Ergebnisse gespannt sein. Neben dem amtierenden Weltmeister Rossetti auch Achilleos und natürlich unser Vincent dabei. Und was die Weltspitze an Leistung und Spannung bot, war kaum zu überbieten! Die Leistungen der Qualifikation mit Rossetti -124; Achilleos – 124 / Finaleingang 122 – das war schon eine Klasse für sich! Und dann das Finale über 60 Scheiben, indem Filippelli (ITA), Llewellin (GBR) und Gil (ARG) je nur eine Scheibe vorbei schossen – neuer Weltrekord! Ein tolles und verdientes Ergebnis für unseren Freund – Federico Gil – aus Argentinien, denn für Ihn stand Bronze aufgrund der schlechteren Startnummer im Finale fest. Im shoot off musste letztendlich der Sieg entschieden werden, was der Italiener Filippelli für sich entschied.

Vincent schoss im Training Ergebnisse zwischen 22 und 24, er fand auch in den zwei Trainingstagen nicht den „Faden“! Es ist für einen jungen Schützen nicht einfach nach einem solch erfolgreichen August – September noch einmal im Oktober auf zu trumpfen. Da fehlt ihm noch die nötige Routine um mit dem inneren Anspruchsniveau umzugehen. Mit Platz 11 war er – und natürlich auch sein Trainer – nicht zufrieden. Aber jeder Wettkampf ist ein Baustein beim Aufbau der sportlichen Leistung!

Bei den Damen ein ähnliches Bild! Amerika spielt im Moment bei den Damen in einer anderen Liga. In der Qualifikation lagen Rhode und Conner mit 73 Scheiben vorn, es folgten Vizzi und Wei mit je 72 Treffern. Das sind Leistungsbereiche, in die wir vorstoßen müssen. Im Finale lieferten sich Rhode und Bacosi ein Kopf an Kopf Rennen. Mit jeweils 56 Treffern lagen sie weit vor dem Feld. Und dann das shoot off über 22 Scheiben! Der Hammer!

(c) UmbriaVerdeDie Grand Dame des Skeetschießens, Kimberly Rhode holte sich auch diesen Titel für ihre unendliche Sammlung!

Katrin schoss im Bereich ihrer Trainingsleistungen. Auch sie mit 64 Treffern weit unter ihrem Leistungsvermögen. Die Leistung beider Schützen wurde analysiert und Aspekte für das weitere Training besprochen. Der Blick geht nach vorn!

Nun gehen unsere beiden besten Schützen wieder ihrem Job nach – Bundeswehr bzw. Bundespolizei Lehrgänge stehen an. Heute geht es wieder in Richtung Heimat! Um 2:45 Uhr startet unser Flieger und alle freuen sich auf unsere saubere Luft, Wasser das man aus der Leitung trinken kann und normal gewürztes Essen!

Der neue Kaderkreis trifft sich bereits im November zur ersten zentralen Maßnahme und den sportmedizinischen Untersuchungen am IAT in Leipzig!